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Archiv-Übersicht     Angebot Nr. 13085

Angebotsdatum: 17. Oktober 2018
Art der Stelle: Doktorarbeit
Fachgebiet: Psychologie > Experimentelle Psychologie
Titel des Themas: Emotionsregulation in Insomnie

Institut: Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinikum Freiburg
Adresse:
Dr. rer. nat. Chiara Baglioni
Hauptstraße 5
79104 Freiburg
Tel.:    Fax.:
Bundesland: Baden-Württemberg
Homepage:
E-Mail Kontakt: mail

Beschreibung: Insomnische Störungen (IS) gehören zu den häufigsten psychophysiologischen Erkrankungen weltweit, die Pathophysiologie ist bislang jedoch ungeklärt. Neurobiologische, behaviorale und kognitive Aspekte wurden bereits ansatzweise erforscht, während emotionale Aspekte weitgehend vernachlässigt wurden. Dies ist überraschend im Hinblick darauf, dass sich IS negativ auf die Lebensqualität auswirken und die Entwicklung von Depressionen begünstigen. Das Ziel dieses Projektes ist es zu ergründen, wie Patienten mit IS ihre Emotionen regulieren. Dies gilt insbesondere für die Kontrolle der emotionalen Reaktion auf insomnie-spezifische Stimuli. Geklärt werden soll, ob Patienten mit IS im Vergleich mit guten Schläfern (GS) dazu tendieren, als Reaktion auf Insomnie-spezifische Stimuli Gefühle zu unterdrücken (UD) anstatt sie neu zu bewerten (NB). Wir gehen davon aus, dass UD zu einem erhöhten physiologischen Arousal, intensiveren negativen Emotionen und einer veränderten Mimik führt. Um diese Hypothese zu prüfen, sollen 110 Patienten mit IS ohne komorbide Erkrankungen und 110 GS rekrutiert werden, die nach einem ausführlichen Screening an 3 Studien teilnehmen. Die rekrutierten Patienten werden abhängig von ihrer gewöhnlichen Schlafdauer in zwei Gruppen aufgeteilt: 55 Patienten mit einer gewöhnlichen Schlafdauer von < 6 Stunden pro Nacht und 55 Patienten mit einer gewöhnlichen Schafdauer von > 6 Stunden pro Nacht. Um an der Studie teilzunehmen, sollte die gewöhnliche Schlafdauer der Kontrollprobanden > 6 Stunden per Nacht sein. In der ersten Studie (Baselinestudie) werden emotionale und schlafbezogene Maße für eine Woche mit Hilfe eines Ecological Momentary Assessment (EMA) erhoben. Der Schlaf wird aktigraphisch und mit einer „sleep diary App“ für iPhones gemessen. Emotionsreaktivität und Emotionsregulation werden mit einer spezifischen „iPhone App“ an 8 zufälligen Messzeitpunkten während des Tages gemessen. Die „Emotions-App“ wird mit einem Biosensor synchronisiert um die EKG-Aktivität zu erfassen. Während dieser ersten Woche werden die 55 Kontrollprobanden an einem Schlaf-Deprivations-Protokoll teilnehmen, was bedeutet dass sie die ganze Woche lang weniger als 6 Stunden pro Nacht schlafen werden. Die anderen 55 Kontrollprobanden werden wie gewohnt schlafen. Die zweite Studie wird am letzten Tag von der ersten Studienwoche im Labor durchgeführt, wobei Patienten mit Insomnie und Gesunde Kontrolle hinsichtlich folgender Parameter verglichen werden: a) spontane Selbstberichte zu Unterdrückung - UD - und Neubewertung - NB - , b) emotionale Reaktivität als Antwort auf zwei Filme, die Traurigkeit bzw. negative Emotionen mit Bezug zum Thema Insomnien induzieren. Emotionale Reaktivität wird durch physiologische Parameter (ERPs und EKG), Selbstberichte, und behaviorale Messungen (Mimik) erhoben. In der dritten Studie werden die Studienteilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Hälfte der Patienten mit einer Schlafdauer von > 6 Stunden pro Nacht; die Hälfte der Patienten mit einer Schlafdauer von < 6 Stunden pro Nacht; die Hälfte der Kontrollprobanden die wie gewohnt geschlafen haben; und die Hälfte der Kontrollprobanden die für eine Woche eine Schlafreduktion erfahren haben werden eine Gruppe sein, während die andere Hälfte die zweite Gruppe darstellt. Die Gruppen werden trainiert, entweder NB oder UD zu verwenden, wenn sie Filme beobachten, die Traurigkeit induzieren. Nach zwei Trainingssitzungen nehmen sie an einem Experiment teil, bei dem sie angehalten werden, entweder UD oder NB als Emotionsregulationsstrategie zu verwenden. Wir erhoffen uns von diesem Programm Erkenntnisse, um emotionale Aspekte von IS aufzuklären und deren Rolle für die Assoziation zwischen IS und anderen psychischen Erkrankungen zu erhellen. Zudem interessieren die klinischen Implikationen der Resultate, da sich daraus evtl. neue Ansätze zur Prävention und Behandlung von Insomnien ergeben könnten, insbesondere im Hinblick auf das Erlernen von Strategien adaptiver Emotionsregulation um der Entwicklung relevanter psychopathologischer Symptome vorzubeugen.
Methoden:
Anfangsdatum: 17. Oktober 2018
Geschätzte Dauer: 12 Monate
Bezahlung:
Papers:
Sonstiges:

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